8 Tipps

So machst du deine Website schneller!

Tipp 1

Augen auf bei der Wahl des Hosters

Deine Website liegt auf dem Server eines Hosters. Zu den größten und bekanntesten gehören 1&1 oder strato, die mit günstigen Shared-Hosting-Paketen um die fünf Euro pro Monat werben.

Wie gesagt sind das Shared Hosting-Server, auf denen man sich die Leistung mit vielen anderen Auftritten teilen muss. Außerdem sind die Shared-Server dieser Hoster nicht gerade bekannt für schnelle Response-Zeiten, das heißt, es dauert immer etwas, bis die Website reagiert und die ersten Daten überträgt. Wir sprechen hier von der Time to First Byte (TTFB), auf die man als Kunde keinen Einfluss hat. Wenn diese TTFB sehr hoch ist, dann kann man seine Website noch so gut optimieren und wird trotzdem nie eine Top-Performance erreichen.

Tipp 2

Kill deine alte PHP-Version

Mit Hilfe von PHP wird die Website auf dem Server praktisch erzeugt, bevor diese an den User ausgeliefert wird.

Aktuell sollte überall die Version PHP 7.x laufen, die im Vergleich zur Vorgängerversion PHP 5.6 deutlich schneller und sicherer ist. Sollte dein Auftritt noch mit der alten PHP-Version laufen, dann wäre jetzt der Augenblick gekommen, das in deinem Hostingpaket umzustellen. In der Regel hat das auch keinen Einfluss auf die Darstellung. Es wird nur alles sehr viel schneller ausgeliefert, was dir bei der Verbesserung der Performance und damit des Rankings hilft.

Tipp 3

Setze deine Fotos auf Diät

Die wenigsten Leute machen sich Gedanken über die Größe von Fotos, solange diese am Ende wie gewünscht auf der Website angezeigt werden. Dabei belegen Fotos den größten Anteil am Datenvolumen, das vom Server an den Nutzer übertragen werden muss. Klar, dass sich hier ein richtig großer Hebel für Optimierungen bietet – in viererlei Hinsicht.

Warum muss ich Bilder komprimieren?

Es macht ladenzeitentechnisch einen gewaltigen Unterschied, ob ich Bilder mit 100% Qualität einbinde oder mit 75%. Dabei ist der Unterschied für den Nutzer kaum sichtbar und er hat ja auch keine Vergleichsmöglichkeit. Deswegen Bilder immer komprimieren. Das geht mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop oder dem kostenlosen Irfanview sehr gut. Oder man nutzt Online-Programme wie zum Beispiel tinyjpg, wo man seine Bilder hochlädt und nach der automatischen Komprimierung wieder downloaden kann. Natürlich sind auch Contentmanagementsystem dazu in der Lage, über Extensions und Plugins Bilder zu komprimieren. Und das lohnt sich richtig, wenn die Website schneller geladen werden soll.

Wie groß sollten meine Bilder sein?

Moderne Kameras und Smartphones schießen heute Bilder mit 3.000 Pixeln Breite und mehr. Die braucht man auf einer Website nicht. Natürlich kann man diese Bilder so auf den Server laden und dann HTML auf das benötigte Maß von z.B. 600 Pixel reduzieren. Trotzdem muss das Bild mit 3.000 Pixeln übertragen werden, was völlig absurd ist. Deswegen bereits vor dem Hochladen auf den Server das Bild auf das benötigte Maß herunterrechnen. Oder dieses dem CMS überlassen, das beim Hochladen automatisch verschiedene kleinere Bildformate errechnet und auf dem Server ablegt.

Wie kann ich Bilder nachladen?

Lange Seiten haben sich in Zeiten des mobilen Surfens etabliert. Doch warum soll ich bereits alle Bilder der Seite laden, wenn der Nutzer vielleicht gar nicht bis nach unten scrollt. Lazy Loading hat sich hier bewährt. Dabei werden die Bilder erst vom Server übertragen und angezeigt, wenn der Nutzer zur Position des Bildes herunterscrollt.

Sind zu viele Bilder ein Problem?

Achte auf ein gesundes Verhältnis von Text zu Bild und setze lieber weniger, aber dafür bessere Fotos ein, als deine Website von schrägen Motiven zuzukleistern. Auch bei den Motiven selbst kannst du etwas optimieren. Kleinteilige Bilder sind viel speicherintensiver als großflächige Bilder, die mit weniger Elementen auskommen. So ist ein Bild von einer gelben Wüste mit blauem Himmel immer kleiner als ein Foto von einer Kreuzung im Centrum Hamburgs – bei identischen Außenmaßen.

Tipp 4

Frage nicht so viel... den Server an

Jedes Bild und jede Javascript- oder CSS-Datei müssen einzeln vom Server übertragen werden. Dafür wird jedes Mal ein HTTP-Request an den Server geschickt. Je mehr http-Requests ich brauche, desto langsamer ist die Website. Hier gibt es Lösungen, um einzelne Dateien zusammenzulegen, so dass die Anzahl der http-Requests gesenkt werden kann. Und das spart Zeit.

Tipp 5

Kleiner ist schneller

Der Server kann, wenn man ihm das sagt, die Dateigröße von Javascript-, HTML- und CSS-Dateien erheblich reduzieren. Dabei werden Kommentare, leere Zeilen und Zeilenumbrüche aus den Dateien automatische entfernt. Zusätzlich werden die Dateien mittels GZIP zusammengepresst und erst dann übertragen. Diese Minifizierung spart Datenvolumen bei der Übertragung und optimiert die Ladezeiten.

Auch die Reihenfolge, in der die Dateien geschickt werden, kann optimiert werden. Dabei ist es wichtig, dass alle Dateien, die für die Darstellung verantwortlich sind, im Kopf der Website geladen werden. Das sind in der Regel die CSS-Dateien, die mit ihren Anweisungen den HTML-Elementen ihr Aussehen verleihen. JavaScript-Dateien sind vielmehr für die Funktionen verantwortlich und können auch erst dann geladen werden, wenn das HTML schon da ist und der Nutzer etwas sehen kann.

Tipp 6

Plugins: Weniger ist mehr

Plugins oder Extensions sind Erweiterungen, die den Funktionsumfang eines Content-Management-Systems erweitern. Da ist es schon verlockend, jedes noch so verheißungsvoll klingende Plugin auf dem Server zu installieren. Doch vorsichtig: Je nach Art des Plugins und der Menge an Plugins kann sich die Ladezeit deutlich verlängern.

Deswegen prüft, welche Plugins für die Erreichung eurer Website-Ziele wirklich hilfreich und notwendig sind. Das kann auch regelmäßig wiederholt werden, weil Plugins veralten ober man sie überhaupt nicht mehr einsetzt. Dann bitte ganz schnell deaktivieren und löschen.

Tipp 7

Fehler kosten Zeit

Im HTML-Code werden verschiedenste Dateien referenziert und geladen. Kann die Datei nicht gefunden werden, dann muss der Server die Fehlerbehandlung starten und das kostet Zeit. Über die Konsole im Browser kannst du testen, ob alle Elemente gefunden werden oder es zu Fehlern kommt. Dann bitte den entsprechenden Aufruf korrigieren. Auch so kann wertvolle Ladezeit eingespart werden.

Tipp 8

Caching aktivieren

Wenn sich Inhalte seit dem letzten Aufruf durch einen Nutzer nicht verändert haben, dann macht es ja auch keinen Sinn, dass der Server Rechenzeit investiert, um die Seite mit jedem Aufruf neu zu erstellen. Dafür kann ein serverseitiges Caching aktiviert werden, das eine Seite erst dann neu erstellt, wenn der Redakteur etwas geändert hat.

Auch der Browser bringt Caching-Mechanismen mit, die über bestimmt Anweisung im Code aktiviert und gesteuert werden können. So gibt es gleich zwei Stellen, an denen ein Cache wertvolle Arbeit leisten kann.

Scroll to top